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	<title>Andreas | productstory.dev</title>
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	<title>Andreas | productstory.dev</title>
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		<title>Mit Personas Fokus finden. Der Auftakt zu einer user-zentrierten Produktentwicklung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Nov 2024 14:22:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Der Versuch Lotta mit raffinierten Cannapes von seinem Feature-Wunsch zu überzeugen, lief für Salesman Holger Oberborbeck ins Leere. Erfahre hier wie Lotta Holger versucht von ihrem Persona-Ansatz zu überzeugen und erfahre gleichzeitig mehr über diese wundervolle Methodik. </em></p>
<p><em>Du hast das letzte Kapitel noch nicht gelesen? Dann hol es direkt <a href="https://productstory.dev/2024/08/25/weder-sympathie-noch-die-leckersten-haeppchen-duerfen-dazu-fuehren-jeden-kundenwunsch-umsetzen-zu-wollen/">hier</a> nach.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Ich bin mir sicher, dass dir der erste Schritt unserer Produktentwicklung gefallen wird. Du hast versucht mich im Vorfeld perfekt zu analysieren, um mich von deinem Anliegen zu überzeugen. Und einen ganz ähnlichen Ansatz fahren wir auch in unserer Produktentwicklung. Wir spionieren nicht unsere Kollegen aus und gehen auch nicht still und heimlich vor. Sondern wir wollen immer wissen, was die User unserer Software umtreibt. Sie sind die Protagonisten der Geschichte, die wir mit unserem Produkt schreiben wollen. Aber dafür müssen wir sie zuerst genau verstehen. Was sind die großen Needs und Pain Points, die sie umtreiben? Wie können wir ihnen mit unserer Lösung weiterhelfen das Optimum aus ihrem Geschäft herauszuholen? Wie können wir ihnen helfen, weniger Zeit in Aufgaben zu stecken, die einfach nur irre lästig sind? Wir investieren hier eine Menge Zeit in den Dialog mit den Kunden zu treten, um genau das zu verstehen. Um Ende ein Bild unserer Anwender zu zeichnen, das alle schnell verstehen und auf dem wir eine Strategie aufbauen können. Und genau dieses Bild zeichnen wir mit unseren unterschiedlichen Personas.“</p>
<p>&nbsp;</p></div>
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						<h4 class="et_pb_module_header"><span>Clustern von Personas</span></h4>
						<div class="et_pb_blurb_description"><p>Beim Clustern von Personas ist es elementar die passenden Merkmale deiner Zielgruppe zu finden, nach denen du deine Personas clustern kann.</p>
<p>Die beiden Artikel kann ich dir empfehlen, falls du mehr darüber erfahren willst, wie du dort im Detail vorgehen kannst:</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://blog.flexmr.net/segmentation-clusters-personas-how-group-consumers" target="_blank" rel="noopener">Einstieg Segmentation (Artikel von flexMR)</a></span><span style="text-decoration: underline;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://medium.com/pipedrive-engineering/identifying-behavioral-personas-with-cluster-analysis-86b724ad0365" target="_blank" rel="noopener">Identifying behavioral personas with cluster analysis (So bildet Pipedrive Personas / Medium-Artikel)</a></span></p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Ultrasport Drafter 700 &#8211; die Königin unter den Rudermaschinen</title>
		<link>https://productstory.dev/2024/08/30/ultrasport-drafter-700-die-koenigin-unter-den-rudermaschinen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Aug 2024 07:40:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Falls du so verrückt bist wie ich und dich auch von dieser Königin der Rudermaschinen trennen willst, kannst du die folgende Produktbeschreibung gerne übernehmen:</em></p>
<p><span>Es ist ein lauer Augustabend und du hast wieder den ganzen Tag am Schreibtisch gesessen. Du stehst auf und schon zwickt es wieder in deinem Rücken. Und dass, obwohl du dir doch erst vor ein paar Monaten diesen sündhaft teuren, hässlichen dafür aber extrem ergonomischen Schreibtischstuhl zugelegt hast. Aber auch bei mehreren Stunden vor dem Bildschirm hilft der rückenschonendste Stuhl nicht weiter. Dauerhaftes Sitzen ist einfach der Endgegner für einen gesunden Körper. Das merkst du jetzt mit voller Breitseite. Und du weißt eigentlich auch was dagegen hilft aber den inneren Schweinehund laut aufheulen lässt – genau, Bewegung!</span><br /><span>Aber man soll ja auch nicht direkt übertreiben. Son kleiner Spaziergang reicht ja erstmal. Außerdem ist es auch am Abend noch unerträglich warm. Der erste sportliche Akt des Tages soll auch nicht direkt im Kreislaufkollaps enden. Also mal ein gemütlicher Gang zum Fluss.</span><br /><span>Angekommen am Fluss fällt es dir wie Schuppen von den Augen. Muskulöse Kanuten treiben ihr Boot unaufhaltsam übers Wasser. Du denkst: „ja, ja, JA JA JA! Das ist es! RUDERN, na klar! Auch bei warmen Temperaturen direkt im kühlen Nass. Das Boot mit kraftvollen, rhythmischen Bewegungen voranbringen und dabei den Blick über die malerischen Uferlandschaften schweifen lassen. Du siehst vor deinem inneren Auge wie nach ein paar Einheiten deine gesamte Muskulatur wieder sichtbar wird und du deine Rückenschmerzen schon bald über Bord wirfst. Und dafür musst du einfach nur ein paar mal den Weg ins Ruderboot finden. Ist das nicht die Lösung?</span><br /><span>Nein, das ist sie nicht! Dafür musst du immer wieder erst den Weg zum Fluss und zum Boot auf dich nehmen. Und dann muss auch noch das Wetter stimmen. Hast du wirklich Lust dich bei Regen oder Eis ins Boot zu setzen? Oder ist es wirklich so schön bei herrlichem Wetter im Fluss zu rudern? Natürlich nicht! Denk nur daran was da am Fluss alles für Viehzeug rumfliegt. Zahlreiche Mückenstiche wollen dir die Lust schnurstracks wieder austreiben.</span><br /><span>Aber keine Sorge, es gibt eine Lösung. Sie ist ganz nah: diese wunderbare Rudermaschine! Du brauchst nicht mehr als ein wenig Platz bei dir zu Hause. Einfach die Kopfhörer auf, deinen Lieblingspodcast starten und losrudern. Und das in 8 verschiedenen Schwierigkeitsstufen, um hier bestmöglich unterschiedliche Reize setzen zu können. Jetzt bist du nur noch einen Schritt davon entfernt dein Ruderglück Wirklichkeit werden zu lassen. Schreib mir und sicher dir diese Fitnessperle für deine vier Wände.</span></p></div>
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		<title>Semischöne Stehleuchte mit ganz viel Charakter</title>
		<link>https://productstory.dev/2024/08/25/semischoene-stehleuchte-mit-ganz-viel-charakter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Aug 2024 16:21:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kleinanzeigen]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Falls du dieses Glanzlicht der IKEA-Lampenwelt auch loswerden willst und fieberhaft nach einer passenden Produktbeschreibung bist, kannst du den folgenden Text gerne übernehmen:</em></p>
<p>Es war ein Katertag im Jahr 2019, als diese wunder…„findest du die schön? – nooooooooaja“-Stehleuchte in mein Leben getreten ist. Der Verstand befand sich noch im Wachkoma, sodass mich meine niederen Instinkte zum Tanz baten. Das Hungergefühl legte die beeindruckendste Performance hin und übernahm das Kommando über mich. Und der Hunger wusste genau was er wollte &#8211; mit einer Überdosis Röstzwiebeln versaute IKEA-Hot Dogs.</p>
<p>Also sprang ich fix unter die Dusche, schwang mich in die nächstbesten Lumpen und trat den Weg ins schwedische Möbelparadies an. Nach einer wilden Fahrt mit einer der großen blauen Kutschen der Kasseler Verkehrsgesellschaft stand ich nun mitten im Land der Billys, Malms und Hemnesse.</p>
<p>War ich noch euphorisch gestartet, kippte meine Stimmung im Möbelhaus komplett. Wie dumm kann man nur sein, an einem Samstag zu IKEA zu fahren? Und das auch noch an einem heiligen Katertag?</p>
<p>Der Laden war natürlich bis unters Dach mit Menschen vollgepackt. Nach fünf Minuten musste ich das erste Mal um Luft ringen, weil ich den zweiten Ellbogencheck im Gedränge in die Rippen bekommen hatte.</p>
<p>Nach einer kurzen Behandlungspause wagte ich mich wieder auf den Rundkurs (dass man auch direkt ins Restaurant gehen kann, ist nüchtern möglich, verkatert aber nicht logisch). Nach ein paar weiteren Checks und Stößen von Einkaufswagen gegen die Achillesfersen, bin ich in der Schlafzimmer-Abteilung angekommen.</p>
<p>Hier sollte der Kater mit vollkommen unangemessener Brutalität zurückschlagen. Ich wollte nur noch ins Bett und mich nicht mehr bewegen müssen. Den Weg durchs Möbelhaus war nur noch von dem Gedanken getrieben, wie ich zu Hause den Tag möglichst ohne Bewegung zu Ende bringen kann.</p>
<p>Und dann bist du in mein Leben getreten. Du wundervolle Stehleuchte. Du warst das letzte, fehlende Puzzlestück. Direkt neben meinem Bett platziert, würdest du dafür sorgen, dass ich das Licht am Ende des Tages ausknipsen kann, ohne meinen Kadaver nochmal Richtung Lichtschalter schwingen zu müssen.</p>
<p>Im Ikea selbst konntest du dir als Lanze noch einen großen Namen machen und mich sicher durch die Menschenmassen Richtung Kasse und Hot-Dogs schlagen.</p>
<p>Das war der Start einer wunderbaren Freundschaft. Du bist für mich mehr als eine Stehleuchte. In all den Jahren hast du mich nie enttäuscht. Du brauchst keinen Dimmer. Du weißt einfach, wie hell du leuchten musst. damit ich lesen kann. Du weißt, dass eine Glühbirne in deiner Windung, den Dienst nur quittieren darf, wenn es im Raum sowieso dunkel werden soll. Wie oft bin ich im Hellen eingeschlafen und wie von Zauberhand im Dunkeln wieder aufgewacht, weil du die Glühbirne einfach über Bord geworfen hast &lt;3</p>
<p>Du hast in den drei Jahren gezeigt, welch blitzsauberen Charakter du hast. Schweren Herzens muss ich mich leider von dir trennen. Ich weiß auch nicht, welcher Dämon in meine Freundin gefahren ist, dass sie dir Schönheit abspricht.</p>
<p>Aber du wirst hoffentlich ein gutes neues Zuhause finden. Darum gebe ich diese Lampe auch nur an Menschen ab, die den wahren Wert von dir erkennen. Der initiale Einkaufspreis von 10 Euro wird dir nicht gerecht. Es wäre eine Beleidigung. Du zeigst, dass Lampen von IKEA auch im Wert steigen können. Denn du bist nicht eine unter vielen. Du bist einfach ganz besonders.</p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Weder Sympathie noch die leckersten Canapés dürfen dazu führen, jeden Kundenwunsch umsetzen zu wollen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Aug 2024 05:21:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persona]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Holger Oberborbeck hatte nur ein Ziel für das Meeting mit Lotta Schloitz, der Produktmanagerin der Drunken Monkeys. Er wollte den Deal mit der Gourmetgastronomie „Der goldene Pelikan“ für „Lord Order“, das Kassensystem der Drunken Monkeys, zum Abschluss bringen. Auch wenn er bei Maxim gegen Wände gelaufen war, so hatte er einen gewieften Plan für das Meeting. Er bereitete sich genauso vor, wie für eine knochenharte Verhandlung mit einem potenziellen Kunden. Für Holger war die richtige Vorbereitung der Schlüssel zum Erfolg. Mit der Vorbereitung wäre der Fisch schon an der Angel. Im finalen Gespräch gehe es dann nur noch darum den Fisch mit voller Kraft und Überzeugung an Land zu ziehen. Und für Holger bestand die ideale Vorbereitung darin seinen Gegenüber schon vorher perfekt zu kennen. Holger war den sozialen Netzwerken besonders dankbar dafür, dass es sie es ihm ermöglichten, mit nur wenigen Klicks schon ein genaues Bild von einer Person zu bekommen. So erfuhr Holger über LinkedIn, dass Lotta Zertifikate sammelte wie andere Briefmarken, die ihre breite Fachkompetenz scheinbar unterstrichen. Neben der kompletten Klaviatur des Produktmanagements konnte sie auch noch programmieren und mit Excel und Python Daten wie eine ganz Große analysieren. Instagram verriet Holger, dass Lotta nicht nur leidenschaftlich gern Fortnite spielte, sondern auch der mediterranen Küche nicht abgeneigt war. Das waren doch genau die Informationen, die Holger helfen sollten, über lockeren Smalltalk Lottas Sympathie zu gewinnen.</p>
<p>Der Termin war für 14 Uhr angesetzt. Eine Stunde Zeit für Holger, um sowohl Lottas Sympathie zu gewinnen als auch von seinen Ideen zu überzeugen. Auch wenn die Mittagspause noch nicht lang her war, brachte Holger ein wenig Bruschetta mit ins Meeting. Um Lottas Geschmack auch zu treffen, hatte es Holger da nicht nur bei der schnöden Variante mit Tomate und Mozzarella belassen. Nein, Holger hatte einen italienischen Feinkostladen zur Hälfte geplündert. Nur um direkt zahlreiche verschiedene Varianten anbieten zu können. Echte Perigord-Trüffel wurden kombiniert mit Auberginen und Kapern, erlesene Trauben wurden auf ein Bett aus Parmesan-Bärlauch-Pesto gelegt und von karamellisierten Zwiebeln umschmeichelt. Aber auch verrückte Kombinationen wie gesalzene Pfirsiche mit Walnüssen und Rucola sollten testen, ob Lotta auch beim Essen direkt für neue Ideen empfänglich war. Und diese wilden Kreationen sollten wirklich Eindruck hinterlassen.</p>
<p>Schon einige Minuten vor Meeting platzierte Holger diese Prunktstücke der italienischen Küche auf dem Tisch ihres Meetingraums. Holger wollte von der ersten Sekunde an Lottas Augen zum Funkeln bringen. Als Lotta pünktlich um 14 Uhr zum Meeting erschien, funkelten ihren Augen jedoch nicht. Sie nahm zwar direkt Notiz von diesen kulinarischen Herrlichkeiten aber kommentierte dies nur mit: „Was soll denn das schon wieder?! Ist hier heute noch ein Kundentermin? Muss ja sein. Da wird wieder groß aufgetafelt. Für unsere Kunden werden die Kronjuwelen aus dem Feinkostladen herangekarrt und wir dürfen uns wieder mit irgendwelchen trockenen Oma-Keksen zufriedengeben. Eine schöne Zwei-Klassen-Gesellschaft ist das.“</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Holger konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.</p>
<p>„Nein Lotta, die sind von mir. Für uns. Ich dachte, dass so ein paar kleine Gaumenfreuden der Auftakt für ein richtig gutes Meeting darstellen können.“</p>
<p>Lotta riss ihre Augen vor Verwunderung meterweit auf. „Wow, Holger. An sowas hat hier noch nie jemand gedacht. Das wäre wirklich nicht nötig gewesen. Aber Maxim hat wirklich nicht untertrieben, dass du die richtige Wahl bist, um Kunden im Gourmet-Segment von unserer Lösung zu überzeugen. Danke!“</p>
<p>Lotta griff direkt zu einer Bruschetta mit Tomate und Mozzarella, was Holgers Puls direkt in die Höhe schießen ließ. Er dachte nur: „Das ist doch jetzt nicht ihr verdammter Ernst! Sie hat die Wahl zwischen Trüffel, Limonen-Paprika-Pesto und greift dann zu Tomate-Mozzarella?! Was stimmt denn nicht mit ihr?“</p>
<p>Aber er ließ sich von diesem negativen Gedanken nicht übertölpeln.</p>
<p>„Gern geschehen. Das war für mich kein Aufwand. Ich liebe die mediterrane Küche und son bisschen Bruschetta ist ja schnell gemacht. Es freut mich, wenn sie dir schmecken. Du kannst auch gerne welche mit nach Hause nehmen. Beim Fortnitespielen kommt dir ein schneller Snack bestimmt doch mal gelegen.“</p>
<p>„Woher weißt du, dass ich Fortnite spiele?!“</p>
<p>Berthold wollte sich beim letzten Satz noch auf die Lippe beißen aber es war zu spät. Und Lotta war es direkt aufgefallen, dass diese Äußerung extrem seltsam rüberkommen musste.</p>
<p>Berthold wollte souverän reagieren, geriet aber in ein hilfloses Stammeln:</p>
<p>„Ja, ähm, das hast du doch in deinem Steckbrief stehen in unserem Wiki!“</p>
<p>„Es gibt keinen Steckbrief über mich in unserem Wiki.“</p>
<p>„Oh, ok. Ja, dann muss Maxim sowas mal erwähnt haben.“</p>
<p>Aber Lotta roch den Braten, grinste amüsiert und sagte: „Holger? Kann es sein, dass du dich vor unserem Meeting über mich informiert hast?“</p>
<p>Die Schamesröte schoss in Holgers Gesicht. Kleinlaut sagte er:</p>
<p>„Ja, tut mir leid. Das ist eine Berufskrankheit. Ich weiß einfach vorher gerne, mit wem ich es zu tun habe.“</p>
<p>„Ok, das ist jetzt schon ein bisschen seltsam. Und auch ein wenig cringe. Ich bin doch kein Kunde, den du von irgendwas überzeugen musst.“</p>
<p>Holger führte weiter aus, dass er dies nur getan hätte, weil er unbedingt von seiner Feature-Idee überzeugen wollte. Und dass ihr CEO Maxim ihn so harsch in die Schranken gewiesen hätte, dass er sich praktisch gezwungen sah, Lottas Gunst zu gewinnen, um das ersehnte Weinempfehlungs-Feature für seinen Kunden „Der goldene Pelikan“ zu gewinnen.</p>
<p>Holger erzählte Lotta von dem dringenden Kundenwunsch und der vermeintlichen Brisanz, dass der goldene Pelikan ihr Buchungssystem „Lord Order“ nur erwerben würde, wenn es dieses Feature beinhaltet. Er unterstrich nochmal welche Strahlkraft dieser Kunde für das komplette Segment der Gourmetgastronomen wären. „Wir holen uns den goldenen Pelikan und dann kommen die anderen von ganz allein.“</p>
<p>Auch wenn dieses Argument durchaus Eindruck hätte machen können, musste Holger feststellen, dass er damit auch bei Lotta auf Granit biss.</p>
<p>„Holger, ich kann dir nicht einfach zusagen, dass wir das bauen werden. Wir können nicht alles über den Haufen werfen, nur weil ein Kunde irgendeinen Spezialwunsch hat.“</p>
<p>Holger seufzte tief. Er fragte sich, ob das wirklich eine kluge Idee war seinen alten Job an für die Drunken Monkey GmbH an den Nagel zu hängen. Was war das überhaupt für ein Name? Berthold hatte diesen Namen erst als weiteres Zeichen gesehen, dass hier Dinge nicht unkonventionell, sondern mutig angegangen werden. Aber sollte der Name doch eher ein Zeichen dafür sein, dass er an eine Bande von Idioten geraten ist?</p>
<p>Lotta sah Berthold seine Niedergeschlagenheit an. Sie wollte unbedingt verhindern, dass er niedergeschlagen die Segel streicht. Es galt für sie unbedingt zu vermeiden, dass Berthold die Firma verlässt und sie nie wieder in den Genuss dieser exzellenten Bruschetta kommen würde.</p>
<p>Daher musste sie Holger jetzt unbedingt näherbringen, wie die Drunken Monkeys ihre Produktentwicklung angehen.</p>
<p>„Holger, ich sehe dir deine Enttäuschung an. Aber ich habe nicht gesagt, dass wir niemals dein Feature bauen werden. Gibst du mir die Chance, dir unseren Ansatz der Produktentwicklung zu erklären? Und hast du dann Lust zusammen zu überlegen, wie wir den goldenen Pelikan von unserem Weg überzeugen können?“</p>
<p>Auch wenn sich Holger ein schnelles „Ja, natürlich bauen wir das Feature. Welch geniale Idee!“ gewünscht hätte, ließ er sich auf Lottas Angebot und lauschte gebannt ihrer Präsentation.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Im nächsten Kapitel geht es ans Eingemachte. Lotta stellt ihren Persona-Ansatz vor. Möchtest du auch verstehen, wie du mit Persona-Ansatz ein genaueres Bild deiner User zeichnest und die Grundlage für deine Anforderungen schärfst? Dann klick hier.</em></p></div>
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		<item>
		<title>Das Problem des Ja-Sagens &#8211; du kannst nicht jeden Kundenwunsch erfüllen</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Aug 2024 19:03:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persona]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Holger Oberborbeck war eine Sales-Person der alten Schule. Die Knigge-Regeln hatte er komplett eingeatmet und zu seiner eigenen Persönlichkeit entwickelt. Holger Oberborbeck war genau die Person, die der Drunken Monkey GmbH noch fehlte, um mit ihrem Kassensystem „Lord Order“ auch in der Sparte der edlen Gourmetrestaurants Fuß zu fassen. Mit einem wie Holger Oberborbeck würden sie auch den anspruchsvollsten Gourmetgastronom von den Vorzügen von „Lord Order“ zu überzeugen. So hatte sich das der CEO Maxim Riefenstahl jedenfalls vorher ausgemalt. Aber es sollte alles ganz anders kommen.</p>
<p>Holger Oberborbecks erster Deal sollte nicht ein kleiner Fisch werden. So ein kleines Michelin-Restaurant in Friesland braucht er nicht zum Warmlaufen. Nein, unterhalb der obersten Schublade fängt ein Holger Oberborbeck gar nicht an. Und die oberste Schublade war die Gourmet-Restaurantkette „Der goldene Pelikan“, die zu dem Zeitpunkt über dreißig Filialen in Deutschland, Österreich und meine Damen und Herren, halten Sie sich fest, auch in der Schweiz betrieben. Siegessicher fuhr er zur Firmenzentrale nach Rotenburg ob der Tauber. Und tatsächlich konnte er sich eine vorläufige Zusage des CEOs des goldenen Pelikan Berthold Schnugge sichern. Die direkte Zusage war nur an eine scheinbar kleine Bedingung geknüpft. Berthold Schnugge berichtete Holger von einer Kuriosität, die sich in den Restaurants des goldenen Pelikans zugetragen hatte.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>„Unsere Menüs verwöhnen die Gäste, hier erhalten wir in der Regel auch hervorragendes Feedback unserer Gäste. Da unsere Gäste aber bei jedem Besuch eine neue Geschmacksexplosion erwarten, ändern sich auch unsere Menüs immer wieder. Allerdings tut sich unser Service schwer dem passionierten Weintrinker die passende Auswahl an Weinen zu empfehlen. Stellen Sie sich vor, da wurde doch zu einem gebratenen Rehrücken in raffinierter Preiselbeer-Limonen-Soße und Thymian-Quetschkartoffeln mal ein 2018er Napa Valley Merlot empfohlen, obwohl doch jedes Kind weiß, das zu dem Gericht ein 2017er Batuta aus Portugal oder ein 2018er Chateau aus der Provence viel passender wäre (der Autor gibt offen zu, dass er von Weinen keine Ahnung hat und sich hier irgendwas aus den Fingern zieht). Solche falschen Empfehlungen sind ein wahres Verbrechen an unseren Gerichten. Wenn hier das Kassensystem dem Service direkt die passende Weinauswahl zuflüstern würde, würden wir die Zufriedenheit unserer Gäste auf das allerhöchste Niveau heben. Und nichts anderes ist unser Anspruch. Dem Anspruch muss auch ihr Kassensystem gerecht werden!“</p>
<p>Nicht ohne Grund hatte sich Holger Oberborbeck das „Der Kunde ist König“-Mantra dick auf den Rücken tätowiert. Er lebte für jeden Kundenwunsch. Und auch hier meinte er, dass es eine gute Idee ist, dem Kunden direkt eine Zusage für das gewünschte Feature in Aussicht zu stellen.</p>
<p>„Natürlich ist es unser Anspruch mit unserem Kassensystem Ihren Ansprüchen gerecht zu werden. Ich bin zwar noch nicht lange Teil der Drunken Monkeys aber ich bin mir sehr sicher, dass es unseren Entwicklern ein wahres Fest sein wird, dieses Feature einzubauen. Ihr Wunsch ist unser Auftrag. Es ist uns eine Freude, wenn wir mit unserer Software dabei unterstützen, Ihren Gästen den passenden Wein zu empfehlen.“</p>
<p>&nbsp;</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Berthold Schnugge war natürlich begeistert, dass er eine Firma gefunden hatte, die scheinbar bereit war, all seine Wünsche zu erfüllen. Wenn dieses Feature Teil der Lösung sein würde, wäre er direkt bereit all seine Kassensysteme durch „Lord Order“ zu ersetzen. Diese Reaktion euphorisierte Holger Oberborbeck. Direkt in seinen ersten Tagen einen großen Deal vor Augen. Er hatte es mal wieder geschafft. Und es war so einfach. Einfach nur dem Kunden zuhören und zu seinen Wünschen „ja“ sagen. Holger freute sich schon auf die Reaktion von Maxim bei den Drunken Monkeys, weil er diesen dicken Fisch nach Hause brachte. Er malte sich aus wie Maxim vor versammelter Mannschaft ein Loblied auf ihn anstimmt und ihn den Rest des Tages auf Händen tragen lässt. Aber das Echo, das ihn erwartete, ließ ihn brutal auf den Boden der Tatsachen aufschlagen.</p>
<p>„DU HAST IHM ZUGESAGT, DASS WIR EIN FEATURE BAUEN, NUR WEIL ER ES SCHEINBAR BRAUCHT??! WIR SIND DOCH KEINE 08/15-WALD-UND-WIESEN-AGENTUR, HOLGER! WAS IST DENN NUR LOS MIT DIR?! WILLST DU UNS RUINIEREN? HAT DICH DIE KONKURRENZ BEI UNS EINGESCHLEUST?!“</p>
<p>Maxim war außer sich vor Empörung. Natürlich wollte er seine Marktanteile im Segment der feinen Gourmetgastronomen ausbauen. Aber nicht um jeden Preis. Früher hätte Maxim seiner impulsiven Art in so einem Moment noch freie Bahn gelassen. Eine fristlose Kündigung samt Hasstirade wären hier für Maxim das logische Mittel der Wahl gewesen. Aber Maxim hatte in der Vergangenheit gelernt, dass es der allgemeinen Arbeitsatmosphäre zuträglich ist, wenn man nicht jede Entscheidung aus der Emotion heraus trifft. Seinem Therapeuten war er dankbar, dass er ihm ein paar Tipps auf den Weg gegeben hatte, wie er in solchen stressigen Situationen, wenn seine Stirnader kurz vorm Platzen war, wieder herunterkommen konnte. Und so schnappte sich Maxim seine Notfall-Papiertüte und atmete zehn Mal ein und aus. Wie von Zauberhand war die Last der schier unbändigen Wut von seinen Schultern genommen und er war in der Lage Berthold seine Kritik wie ein normaler Mensch vorzutragen.</p>
<p>„Tut mir leid, Holger. Da sind die Pferde mit mir durchgegangen. Das war aber auch ein fieser Trigger, der mich in eine Zeit zurückkatapultiert hat, die ich längst verdrängt hatte. Eine Zeit, in der ich ganz ähnlich getickt habe. Ich wollte auch alles bauen. Jede Idee direkt in die Umsetzung bringen. Es lebt sich auch so schön. Wenn man zu allem ja sagt, ist erstmal jeder Kunde happy. Aber wir können nicht alles bauen. Ich bin glücklich, dass uns irgendwann unsere Produktmanagerin Lotta über den Weg gelaufen ist. Sie hat mir den Zahn gezogen jeden Kundenwunsch nachzuäffen oder jede Vision bauen zu wollen. Das geht am Ende nur nach hinten los und die Kunden werden enttäuscht, schlicht weil wir Dinge versprochen haben, die wir nicht liefern können. Und die vielleicht auch gar nicht so wichtig für uns sind.“</p>
<p>Holger war total perplex, er musste sich erstmal sammeln. Das wollte er auch nicht einfach so auf sich sitzen lassen. Er wedelte mit dem dicken Fisch und musste sich erstmal eine verbale Tracht Prügel abholen. Dabei hatte ihm doch der Chef des goldenen Pelikan sehr klar zu verstehen gegeben, dass es ohne das Feature der Weinempfehlung keinen Deal geben würde. Das musste doch auch Maxim verstehen. Also blies er zum Gegenangriff.</p>
<p>„Maxim, bei allem Respekt. Aber der werte Herr Schnugge vom goldenen Pelikan hat sehr deutlich zu verstehen gegeben, dass er ohne dieses Feature nicht bereit ist seinen bisherigen Anbieter zu wechseln. Ich hatte den Eindruck gewonnen, dass wir auf unsere Data Science-Expertise im Unternehmen sehr stolz sind. Vor dem Hintergrund dessen vertrete ich immer noch die Annahme, dass es für uns ein Leichtes ist, diesen Wunsch des Kunden zu erfüllen. Bitte stell dir nur mal vor, welch Glanz der goldene Pelikan auf unsere Homepage bringen würde, wenn wir dieses formschöne Logo als Referenz präsentieren könnten. Der goldene Pelikan ist der Schlüssel, um in der kompletten deutschen Gourmetbranche zum Platzhirsch aufzusteigen!“</p>
<p>„Holger, es ist super, dass du eine neue Idee für ein Feature mitgebracht hast. Die Ideen brauchen wir. Aber wir verzetteln uns total, wenn wir jeden Tag dem Hahn hinterherlaufen, der am lautesten kräht. Und selbst wenn unsere Data Scientisten mit Vollgas entwickeln, wären wir so auf einem ganz miesen Schlingerkurs unterwegs, der uns irgendwann aus der Kurve fliegen lässt. Weißt du was wir brauchen, Holger?“</p>
<p>„Mehr Entwickler! Mehr Data Scientisten! Dann sollten wir das doch bauen können“. Holgers Augen glänzten. Noch wollte er die Hoffnung nicht aufgeben, dass es doch eine Möglichkeit gab, das Feature für den goldenen Pelikan zu bauen. Aber Maxim rollte nur mit den Augen.</p>
<p>„Nein Holger, ganz weit daneben. Was wir brauchen ist F-O-K-U-S. Fokus, Holger, Fokus! Fokus, Fokus und falls es noch nicht angekommen ist, Fokus!“</p>
<p>„Ja, das meine ich doch. Fokus auf den Deal mit dem goldenen Pelikan! Wir verlieren ihn, wenn wir das nicht bauen!“</p>
<p>„Holger, HÖR JETZT AUF! Ich habe jetzt keine Zeit und keine Geduld dir zu erklären, warum wir das nicht direkt bauen können. Aber bitte vereinbare einen Termin mit Lotta. Sie wird dir hoffentlich alles erklären können. Ich bin mir sicher, dass du unseren Weg danach besser verstehst. Und ich bin mir sicher, dass du danach genug Argumente hast, um den goldenen Pelikan von unserer Lösung zu überzeugen. Auch ohne dieses Weinempfehlungszeug.“</p>
<p>Holger musste einsehen, dass er bei Maxim auf Granit biss. Er war zu dem Zeitpunkt noch überhaupt nicht davon überzeugt, dass Lotta mit ihrem Produktmanagement-Voodoo seinen Wunsch ablehnen konnte. Vielmehr war er sich sicher, dass Lotta auch einsehen würde, dass das Feature umgehend gebaut werden muss. Und wenn er Lotta überzeugt hatte, dann würde auch Maxims Abwehrhaltung wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen. Und dann würde er auch einsehen, dass er Holger nicht mit Schimpf und Schande übergießen sollte, sondern ihm schon jetzt zum Vertriebler des Jahres, wenn nicht gar des Jahrzehnts erklären sollte.</p>
<p>Das Ausrufezeichen durfte in keiner von Holgers Mails fehlen. Natürlich war jedes seiner Anliegen dringend. Es ging schließlich immer darum mit einem seiner Deals das Unternehmen mit Euros zu fluten. Daher gab er auch Lotta zu verstehen, dass er dringend mit ihr über den goldenen Pelikan und das Feature, von dem alles abhing, sprechen musste.</p>
<p>Er hatte tatsächlich Glück, dass Lotta sich bereiterklärte, direkt am nächsten Tag eine Stunde Zeit für sein Anliegen zu nehmen.</p>
<p>Und diese Stunde sollte Holgers Leben als Sales-Person nachhaltig verändern. Das Meeting mit dem goldenen Pelikan sollte das letzte Sales-Gespräch sein, bei dem er einfach blindwütig „ja“ zu jedem Kundenwunsch sagt. Lotta hatte es tatsächlich geschafft, ihn davon zu überzeugen, hier eine 180-Grad-Drehung zu vollziehen. Aber wie war ihr das nur gelungen?</p>
<p><em>Im nächsten Beitrag erfährst du wie Holger alles versucht die Produktmanagerin Lotta von seiner Idee für den &#8222;Goldenen Pelikan&#8220; zu überzeugen. </em></p>
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		<title>Frust pur: Eine unklare Vision schlägt den besten Mitarbeiter in die Flucht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Aug 2024 16:00:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[product management]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Maxim sah Leander und Lotta geradezu flehend an. Leander zeigte auf die Uhr: „Ich nehme den Wunsch deinerseits wahr, dass ich auf Bruno zugehe und die Rolle des Vermittlers einnehme. Auf der einen Seite rührt es mich und ich bin dir dankbar für die Wertschätzung, die du mir damit entgegenbringst. Aber wie du weißt, ist zwischen 14 und 16 Uhr meine Fokuszeit. Eure Auseinandersetzung hat schon einen Teil meines Fokus genommen. Daher verspüre ich das dringende Bedürfnis, jetzt noch in Ruhe zu programmieren, um mit einem guten Gefühl in den Feierabend gehen zu können. Ich freue mich hier über dein vollumfängliches Verständnis.“</p>
<p>„Willst du mich eigentlich komplett ver..“, bevor Maxim seinen Unmut über Leanders Worte äußern konnte, fiel Lotta ihm ins Wort: „Maxim, entspann dich, Ich suche Bruno …“. Um bloß keine Sympathiepunkte zu sammeln, wies Maxim Lotta direkt zurecht: „Lotta, du musst noch viel lernen. Drunken Monkeys suchen nicht. Sie finden.“ Lotta verdrehte die Augen und erwiderte: „Ok, ok, ok, ich <em>FINDE </em>Bruno. Und dann <em>FINDEST </em>du mal den freundlichen Chef in dir und wir <em>FINDEN </em>hier alle gemeinsam Lösungen für unsere Probleme. Wie <em>FINDEST </em>du das?“ Maxim war von Lottas Schlagfertigkeit beeindruckt. Sie war erst seit vier Wochen als Product Owner bei den Drunken Monkeys und bot Maxim direkt die Stirn. Mit dem traurigen Versuch in die Rolle des großen Motivators zu schlüpfen, entgegnete Maxim schließlich: „Das finde ich super. Danke, Lotta! Du bist unsere Heldin, weil du Bruno wiederfindest. Ich glaube an dich!“.</p>
<p>Lotta eilte aus dem Büro. Ihre Spürnase trieb sie direkt in die Bar „Taifun“, die nur wenige Meter entfernt liegt. Ihre Spürnase sollte ihr keinen Streich spielen. In der Bar traf sie tatsächlich auf Bruno. Er saß dort mit einem raffinierten Herrengedeck am Tresen. Er schien vertieft in die Frage, in welcher Folge er genau Kölsch und Klaren seinen Rachen herunterkippen sollte. So bemerkte Bruno gar nicht, wie sich Lotta neben ihn setzte. Indem sie seinen Klaren direkt in einem Zug herunterspülte, schleuderte sie Bruno brachial aus seinem Gedankenpalast. Mit einem lauten „EY, WAS SOLL DAS??!“ ließ er die komplette Bar erbeben. Während er alle Blicke auf sich lenkte, nahm er endlich Lotta wahr. Mit vorwurfsvoller Miene fragte er Lotta: „Warum hast du das getan?“</p>
<p>„Weil du einen klaren Kopf brauchst, ich bringe dich zurück ins Büro und wir suchen nach einer Lösung“.</p>
<p>„Bei den Drunken Monkey suchen wir nicht, wir finden“, sagte Bruno und reflexartig schnellte dabei sein erhobener Zeigefinger in die Höhe. „Oh Gott, jetzt höre ich mich schon an wie Maxim.“</p>
<p>Lotta merkte, dass Bruno peinlich berührt war. „Kein Wunder, wenn man schon so viele Jahre mit ihm zusammenarbeitet. Mach dir deswegen keinen Kopf.“</p>
<p>„Es ist ein Zeichen, dass ich dringend aufhören sollte mit ihm zusammenzuarbeiten. Für mich war&#8217;s das. Ich kann das alles nicht mehr. Darum trink jetzt mit mir auf meine Kündigung oder geh bitte.“ Aber Lotta stand weder der Sinn danach sich weitere Klare die Kehle herunterzukippen noch zu gehen. „Den Gefallen werde ich dir nicht tun. Ich bin mir sicher, dass wir zusammen mit Maxim noch viele erfolgreiche Produkte bauen werden. Wir müssen ihm nur Contra geben. Und ihn wissen lassen, dass wir allein mit Aktionismus nur ewig weiter einem Unicorn hinterherjagen aber niemals eines finden werden.“</p>
<p>Vollkommen überraschend war Bruno nach diesem Statement noch nicht überzeugt davon, direkt wieder zurück ins Büro zu stürmen. Er nahm lieber einen großen Schluck von seinem wohltemperierten Kölsch und sagte: „Maxim wird sich niemals ändern. Glaub mir, wir haben oft genug versucht ihm diesen Aktionismus auszutreiben. Gepaart mit den wildesten Übertreibungen springt er auf jeden Hype-Zug, der an uns vorbeikommt. Und wir sollen dann aus wirren Worten Diamanten schleifen. Es ist zwecklos.“</p>
<p>„Aber ich will Maxim diesen Aktionismus gar nicht komplett austreiben“, sagte Lotta entschieden.</p>
<p>Bruno fragte sich, ob Lotta nach einem Kurzen schon kurz vorm Delirium steht und nur noch wirres Zeug erzählt. „Aber meintest du eben nicht noch, dass uns der Aktionismus nicht weiterbringt?“</p>
<p>Lotta holte tief Luft. Sie fragte sich, wie sie es diesem leicht angesoffenen Kerl bloß verständlich machen soll, was sie genau meint. „Ja, wenn man auf ihn so reagiert wie ihr in der Vergangenheit. Wir brauchen dringend solche Impulse, um nicht stehenzubleiben.“</p>
<p>Jetzt habe ich es mit dem nächsten Geisteskranken zu tun, dachte Bruno.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Für ihn hatte Lotta jetzt direkt eine zünftige Ansage verdient: „Ja, leck mich doch am Arsch hier! Jetzt klingst du wie Maxim. Geh mir aus der Sonne und lass mich endlich in Ruhe Bier trinken. “</p>
<p>Mit vor Ärger bebender Stimme erwiderte Lotta: „Bullshit! Hör mir gefälligst zu!“. Bruno verstummte sofort. Diese Ansage traf ihn wie ein brachialer Fausthieb in die Magengrube. Er musste sein ganzes akrobatisches Können aufbieten, um nicht vom Hochstuhl zu fliegen. „Ja, wir brauchen solche Impulse, um nicht stehenzubleiben. Aber meintest du vorhin nicht selbst, dass ihr oft nach einem Impuls nur wie die Hühner schreiend im Kreis lauft? Das ist auch das, was ich beobachtet habe, seitdem ich hier bin. Es gibt hier kein gemeinsames Verständnis von neuen Produkten oder Features. Es gibt keinerlei Orientierung. So als würde bei uns jemand am Steuer sitzen, der locker eine halbe Kiste Bier intus hat. Er fühlt sich auf dem Highway des Glücks aber setzt die Kiste doch nur schnurstracks in den Graben.“</p>
<p>Bruno nickte zustimmend und sagte: „Du legst den Finger in die Wunde. Was anderes habe ich auch nicht behauptet. Aber wie willst du das ändern?“</p>
<p>Lotta merkte, dass es in Brunos Oberstübchen anfing zu arbeiten und er endlich seinen Groll etwas beiseiteschiebt. Sie war optimistisch, dass sie ihn doch noch überzeugen kann: „Ich habe da schon eine Idee. Du weißt doch, dass ich vorher mit Spood den besten Online-Supermarkt mitentwickelt habe. Wir hatten dort anfangs ähnliche Probleme. Aber irgendwann habe ich das Storytelling für uns entdeckt. Und wie es unsere Produktentwicklung meilenweit nach vorne katapultiert hat. Und ich bin mir sicher, dass es uns auch weiterhelfen wird. Weißt du denn, was die genaue Geschichte hinter den vielen Ideen von Maxim war?“</p>
<p>Bruno nippte kurz an seinem Kölsch. Ihn interessierten doch keine Geschichten, er wollte einfach nur Software bauen, für die irgendwelche Leute bereit sind zu zahlen, damit er möglichst bis zur Rente und darüber hinaus mit seinem Hobby ein schönes Leben leisten kann. Auf der anderen Seite ist er ein großer Fan von „Spood“.  Er liebt an der App, dass sie ihm das Gefühl vermittelt, als würde er zu klassischer Musik geradezu durch den Supermarkt schweben und von einem wohlsortierten und gut in Szene gesetzten Angebot verwöhnt werden. Und dass alles ohne die nervigen Nebengeräusche wie eine Kleingeld zählende Oma an der Kasse oder die von einem sehr schlechten Ballermann-DJ ausgewählte gewohnte Supermarktmusik. Vielleicht steckte doch mehr dahinter, als er dachte. Einen Reim konnte er sich trotzdem nicht darauf machen: „Wie meinst du das? Ich will doch gar keine Geschichten hören, ich will einfach nur erfolgreiche Software bauen.“</p>
<p>„Bruno, du glaubst gar nicht wie eng eine überzeugende Geschichte und erfolgreiche Softwareentwicklung zusammenhängen. Wenn uns bei den Drunken Monkeys endlich als Protagonisten einer überzeugenden Geschichte verstehen, in der unsere User als Hauptakteure im Fokus stehen, werden wir Software bauen, von denen du noch freudestrahlend deinen Enkeln erzählen wirst. Lass uns direkt mal mit einer Frage beginnen: Kannst du mir denn heute sagen wer die genauen User hinter der Maxims wilden Produktideen waren? Wer soll denn das Produkt überhaupt nutzen? Und warum soll er es nutzen? Was sind die genauen Probleme, die wir lösen wollen?“</p>
<p>„Wenn das eine Frage war, hatte ich heute auch erst ein Kölsch“, sagte Bruno. „Aber du hast vollkommen recht. Wir haben uns die Fragen schon immer mal wieder gestellt. Wir haben niemals ein genaues Konzept oder eine Geschichte entwickelt, wie du es nennst. Und wir kennen auch keine User. Unser Ziel war es vielmehr das Produkt so zu entwickeln, wie Maxim es sich vorstellt.“</p>
<p>Lotta kannte dieses Phänomen nur zu gut. In ihrer bisherigen Laufbahn war es ihr nicht nur einmal passiert, dass der Geschäftsführer das Zepter wie im Sinne eines mehr oder weniger wahnsinnigen Autokraten schwang und von seinen „Untergebenen“ verlangt die Software nach seinem Gusto umzusetzen: „Der klassische HIPPO-Effekt.“</p>
<p>Für Bruno war dies das nächste Buzzword, das Lotta so locker aus der Hüfte schwang, auf das er sich aber wieder keinen Reim machen konnte: „Ich werde zu betrunken für irgendwelche Happy Hippo-Effekte. Was soll das schon wieder sein?“</p>
<p>„Dahinter verbirgt sich leider kein knuffiges Happy Hippo. Nein, HIPPO steht für die ‚highest paid person opinion‘. Die kann sehr gut sein, weil sich die Person mit dem Markt auch in der Regel sehr gut auskennt. Und manchmal kann daraus auch ein sehr gutes Produkt entstehen. Aber ich frage dich, wollen wir in unserer Produktentwicklung Russisch Roulette spielen und auf den Zufall vertrauen, dass es schon gut ausgehen wird?“</p>
<p>Lotta sah, dass ein süffisantes Grinsen über Brunos Lippen huschte. Sie erschrak fast, weil bei Bruno mit allem rechnet, aber nicht unbedingt mit einer positiven Gefühlsregung. Sie wollte es aber auch nicht missinterpretieren und stellte sich schon auf die nächste von Wut, Groll oder Resignation motivierte Antwort ein. Doch zu ihrer Überraschung ist Bruno milde gestimmt. „Mit Maxim würde ich ja gerne mal Russisch Roulette spielen“, sagte Bruno mit einem ironischen Unterton. „Ach, wir sind einfach eine elende Bande von Idioten. Von uns hat doch niemand eine Ahnung davon, wie man professionell Produkte baut. Und ich bezweifle auch ganz stark, dass wir das auch mit deiner Erfahrung von heute auf morgen hinbekommen.“</p>
<p>Mit seinen Zweifeln hatte Bruno bei Lotta in ein Wespennest gestochen. Sie war es gewohnt unterschätzt zu werden. Aber anstatt zu resignieren, lösen die Zweifel anderer eine „Jetzt erst recht“-Reaktion in ihr aus. Sie schaltete direkt auf Angriff. „Wir können nicht alles von heute auf morgen ändern. Aber wir werden direkt damit anfangen es besser zu machen.“, sagte Lotta und leitete damit eine fulminante Brandrede fürs Storytelling in der Produktentwicklung ein. Bruno war geradezu geblendet vom grellen Funkeln, das  Lottas Augen erfüllte, während sie ausführte, wie man mit Hilfe von Personas und User Story Mapping das große Ganze eines Produkts für alle verständlich macht. Bruno und auch alle anderen Gäste am Tresen beendeten ihre Gespräche. Sie hatten nur noch Ohren für Lotta. Mit illustren Beispielen brachte sie der aufmerksamen Kneipengesellschaft Konzepte wie Behavior Driven Development, Domain Stories oder Product Discovery und Delivery näher. Auch Stammgast Achim hatte jetzt selbst nach zwölf Korn eine genaue Vorstellung, wie diese Methodiken helfen die perfekte Geschichte für ein Produkt zu erzählen. Wer in dieser Kneipe noch kein Produktmanager gewesen war, wollte es spätestens nach Lottas Ausführungen sein.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Und auch Bruno hatte sie komplett überzeugt. Er war motiviert bis in die Haarspitzen. Er war der festen Überzeugung, dass es mit einer so leidenschaftlichen Produktmanagerin wie Lotta wirklich gelingen konnte, selbst aus Maxims wirren Gedanken einen goldenen Faden zu spinnen. Lotta musste Bruno abschließend nur noch versichern, dass sie Maxim direkt verbal an die Schläfe kloppt, wenn Maxim anfängt Dinge zu erzählen, die niemand versteht. Sie stürmten ins Büro zurück und wollen direkt Maxim aufsuchen, um ihm zu klarzumachen, wie sie mit seiner neusten Produktvision umgehen wollten.</p>
<p>Aber im Büro herrschte gähnende Leere. Bruno und Lotta haben gar nicht wahrgenommen, dass sie fast bis Mitternacht im Taifun zusammengesessen haben. Aber ihre Euphorie wollten sie sich nicht so abrupt nehmen lassen. Lotta schrieb Maxim eine Nachricht auf sein Handy: „Bruno ist wieder dabei. Wir wollen mehr von deiner Produktidee erfahren. Lass uns so schnell wie möglich mit einem Workshop starten. Wir brauchen uns drei, Leander und mindestens noch eine Person aus Marketing und UX. Wir freuen uns. Gute Nacht. P.S. wir spielen das Spiel diesmal nach meinen Regeln.“</p></div>
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		<title>Alles beginnt mit einer Vision &#8211; die niemand versteht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Aug 2024 16:00:00 +0000</pubDate>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die Endorphine tanzten Samba in Maxims Körper. Sein Name war eine Verpflichtung für ihn. Sie stand für maximalen Erfolg. Und seine neue Produktidee sollte ihm genau diesen Erfolg bescheren. Er war komplett berauscht von seiner neuen Vision. Eine App, mit der es jeder schaffen wird, sich spielerisch leicht gesund zu ernähren.  Es war nicht weniger als das nächste Unicorn, das ihm in den Kopf gesprungen ist. Sie würde nicht nur die komplette Gastronomie revolutionieren. Nein, auch die Abnehmindustrie würde vor seiner Idee zittern und ihre Felle davonschwimmen sehen. Maxim malte sich aus, wie 5-Sterne-Bewertungen im Sekundentakt die App Stores fluten. Er sah vor seinem inneren Auge, wie irgendein Ingo aus Pforzheim schreibt:</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Für Maxim stand es jetzt schon fest. Seine vor fünf Jahren gegründete Drunken Monkey GmbH wird mit der Idee endlich die Lorbeeren ernten, die sie schon lange verdient hat. Zwar hatten sie mit ihrem Kassensystem mit integrierter Sprachsteuerung schon ein Bein in der Gastrowelt aber der ganz große Wurf sollte noch nicht gelingen. Doch mit der dieser Idee sollte sich alles ändern.</p>
<p>Wie von einer wilden Tarantel gestochen, öffnete Maxim mit einem formvollendeten Roundhouse-Kick die Tür. Mit Schaum vor dem Mund spurtete er zum Schreibtisch seines Chefentwicklers Bruno. Mit einem ungesunden Mix aus freudiger Umarmung, wilden Brustklopfern und dem Blick des Wahnsinns redete Maxim auf Bruno ein: „HOL ENTWICKLER RAN!!! WIRST DU WOHL ENTWICKLER RANHOLEN??!!! EIN GANZES RUDEL!! HOL SIE UND LASS SIE ENDLICH VON DER LEINE! Die Idee des Jahrhunderts ist mir über den Weg gelaufen. Ach was, es ist der Einfall des Jahrtausends. Die Erfindung der Dampfmaschine ist die reinste Idiotie dagegen! Geradezu eine Beleidigung für den Fortschritt, der der Menschheit mit dieser Idee im Raum steht.“ Bruno musste sich erstmal sammeln und sortieren. Eine Reaktion, die bei Maxim auf komplettes Unverständnis stieß. Maxims Worte prasselten wie ein nicht enden wollender Hagelschauer auf Bruno ein: „Warum sprintest du nicht direkt zum Hörsaal und ziehst die Informatik-Studierenden aus der Vorlesung?! Sollen sie weiter mit blanker Theorie gelangweilt werden?! Hier können sie sich ein Denkmal setzen und Großes erreichen! Sie müssen es doch einfach nur umsetzen! Einfach mal machen, Bruno!“</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>„Einfach mal machen“, Bruno dachte, dass er diesen Satz nun schon bei jeder der 42 Jahrhundert-Ideen gehört hatte. 42 müssten es dabei locker seit der Gründung des Unternehmens gewesen sein. Auch wenn die erste Idee vom eigenen Kassensystem mit Sprachsteuerung keine Jahrhundertidee war, sicherte sie dem Unternehmen genug monatlichen Umsatz, um kontinuierlich zu wachsen. Bruno und die anderen Gründungsmitglieder von Drunken Monkey waren dabei sehr erfolgreich, immer wieder neue Entwickler zu finden und einzustellen. So wie von Maxim gefordert, wurde ein Großteil der Neuankömmlinge direkt auf die neuen Ideen geworfen. Nichts anderes als ein Go-Live innerhalb weniger Wochen war die Marschroute. Leider war keine der weiteren Ideen bisher von Erfolg gekrönt. Dabei kam es sogar manchmal vor, dass tatsächlich eine Idee, oder eher das grobe Verständnis davon, innerhalb weniger Wochen releast wurde. Aber aus unterschiedlichen Gründen kam das Unicorn nicht zum Fliegen, sondern ist formidabel kurze Zeit nach Start gegen eine Wand gekracht. Entweder konnten sich keine Nutzer finden, die das Produkt nutzen wollten oder es waren schlichtweg zu wenige. Oder während der Entwicklung war das heimliche Ziel, so viele Bugs und Fehlfunktionen zu integrieren, die einem vielleicht einen Platz im Guinness-Buch der Rekorde aber nicht an der Spitze der App-Charts bescherte. Die Gründe für das Scheitern waren für Maxim trivial. Entweder war der User zu blöd oder das Produkt kam zu früh auf den Markt und der Nutzer war einfach noch nicht bereit dafür. Aber viele Ideen haben den Status „Go-Live“ erst gar nicht erreicht. Sie wurden einfach aus dem Weg geschwemmt von einer noch besseren Vision, die die Drunken Monkey GmbH nach den Sternen greifen lassen sollte. Und auch hier hieß es „einfach machen“. Und die „einfach machen“-Mentalität hatte dazu geführt, dass das jeweilige Team, das die Vision umsetzen sollte, irgendwas einfach mal machte. Was bei jeder schwammigen Idee alle getan hatten, war wie ein Haufen Hühner auf einem wilden Ecstasy-Trip wild und orientierungslos im Kreis zu rennen. Sie hatten komplett ohne Verstand dem Wahnsinn ein Jahrhundert-Fest bereitet. Aber garantiert keine Jahrhundert-Idee umgesetzt.</p>
<p>Und doch hatten sie es immer wieder getan. Der Glaube an Maxim und den ersten Produkterfolg hatten Bruno und das Team lange darauf vertrauen lassen, dass es doch schon wieder klappen wird. Aber mit jedem Scheitern hatte Bruno gemerkt, dass das Vertrauen bei ihm nachließ. Wenn er Maxim nun in die Augen sah, erkannte er nichts anderes als den puren Wahnsinn darin. Für Bruno brachten Maxims Worte das Fass zum Überlaufen. Der Zorn schlug sich unaufhaltsam Bahn in ihm und bringt seine Halsschlagader zum Beben. Er konnte die negativen Emotionen nicht mehr kontrollieren. Schließlich schossen sie in einer Wutrede aus ihm raus, die niemand bei den Drunken Monkeys je wieder vergessen würde. Eine Wutrede, bei der selbst Klaus Kinski Hochachtung zollen würde:</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>„Die Idee des Jahrhunderts??! Das letzte Mal war es noch die „Genialität des Jahrtausends“. Glaubst du etwa selbst nicht mehr dran? Oder ist das deine neue Form der Bescheidenheit? Aber ich sag dir was es ist. Es ist wieder eins deiner Luftschlösser. Ein Luftschloss mit einem Fundament aus Scheiße! Ja, lass uns direkt wieder ein Kick-Off-Meeting ansetzen, in dem du wieder 100 Bulletpoints mit irgendwelchen Höhlenmalereien verknüpfst. Und dann sitzen Product Owner und Entwickler wieder Tag für Tag wie Alan Turing vor der Enigma und versuchen aus dem Blödsinn schlau zu werden. Wir versuchen irgendwie zu entschlüsseln, was du in aller Herrgotts Namen von uns willst. Aber es wird wieder scheitern. Und warum? Weil du es selbst nicht weißt, was du willst. Lass uns wieder jede Woche irgendein bescheuertes Weekly, Jour-Fixe oder sonst was abhalten, indem du neue Verwirrung stiften kannst. Das ist die Definition des Wahnsinns. Und wir erwecken den Wahnsinn auch noch zum Leben, in dem wir tausende Zeilen coden. Das muss aufhören. Und es wird aufhören. Ich soll neue Entwickler holen? Nicht einen weiteren Entwickler werde ich hier verheizen und in eine Sinnkrise stürzen, weil er gezwungen wird, einfach mal zu machen. Hier ist so viel Talent in dem Laden, aber dank deiner Ideen prügeln wir nur darauf ein. Programmier doch deine Scheiße allein!“</p>
<p>Die Worte erschütterten Maxim bis ins Mark. Es fühlte sich an, als hätte ihn Bruno vom Turm der Euphorie gestoßen. Es war nicht nur ein Schubser. Nein, er hatte auch noch großspurig Stacheldraht ausgelegt, damit der Aufprall auf dem Boden der Tatsachen besonders schmerzt. Aber Maxim wäre nicht Maxim, wenn er auch mental angeschlagen nicht direkt zum Gegenschlag ausgeholt hätte:</p>
<p>„Ich verstehe gar nicht, was du hier für einen Affentanz aufführst. Was denkst du eigentlich wer du bist? Ich habe dich groß gemacht. Nur dank meiner Ideen sitzt du überhaupt hier! Aber ich zwinge dich nicht dazu am nächsten großen Ding mitzuschrauben. Wir sind keine Company, die sich dem Stillstand verpflichtet hat. Wir bleiben nicht stehen, wir fliegen zum Mond. Mit der Idee geht es für uns geradeaus auf den Olymp der größten Techunternehmen. In zwei Jahren wird jedes Kind Drunken Monkey in einem Atemzug mit Apple, Google, Microsoft und Amazon nennen. Deliveroo wird betteln in unsere Lösung integriert zu werden und nicht umgekehrt. Du musst dir überlegen, ob du noch dabei sein willst. Geh doch wieder dahin, wo du hergekommen bist und arbeite von 9 bis 5 irgendwelche Tickets ab.“</p>
<p>Überraschend trugen Maxims Worte nicht zu Brunos Beruhigung bei. „Pass auf was du sagst. Ich hab so eine kurze Zündschnur gerade.“</p>
<p>„Merk ich gar nicht“, erwiderte Maxim mit aufreizender Süffisanz.</p>
<p>Bruno merkte, dass er sich der Situation entziehen musste. Mit Schaum vorm Mund brüllte er Maxim noch „Irgendwann kommt der Tag, an dem ich dir auf die Fresse haue!“ entgegen und stürmte aus dem Raum.</p>
<p>Alle anderen Mitarbeiter im Raum guckten sich überfordert an. Wie sollten sie nun mit dieser Situation umgehen? Während sich der Streit zwischen Maxim und Bruno immer weiter zuspitzte, konnten sie es sich noch in der Rolle des Schaulustigen gemütlich machen. Einfach Kopfhörer aufsetzen und so tun, als würde man arbeiten. Eben hatte es sich für jeden noch angefühlt wie Silvester. Einfach bis 12 gespannt warten, bis das Feuerwerk losgeht. Aber nun war das Feuerwerk vorüber und Maxims Blicke verlangten nach einer Reaktion des Teams.</p>
<p>Leander schaffte es schließlich diesen schier nie enden wollenden Moment der unangenehmen Stille zu durchbrechen. Leander war als starker Befürworter der gewaltfreien Kommunikation im Raum bekannt. Erst vor wenigen Wochen hatte er für das Team einen kleinen Workshop mit einem Experten auf dem Gebiet der Giraffensprache organisiert. Leanders Hoffnung, dass das Team auch in Stresssituationen die Fassung bewahrt und einen respektvollen Umgang pflegt, hatte mit dem heutigen Eklat einen herben Dämpfer erlitten. Dennoch wollte er auch hier wieder als Vorbild vorweggehen und ergriff gegenüber Maxim das Wort:</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>„Maxim, ich habe bemerkt, dass du mit Bruno über die neue Produktidee gesprochen hast. In mir hat sich der Eindruck geradezu manifestiert, dass ihr unterschiedliche Ansichten zum Potenzial der Idee habt. Ich fühle mich unbehaglich und bin äußerst besorgt über die Spannung, die ich zwischen euch wahrnehme. Es scheint, dass ihr beide sehr ausgeprägte Gefühle zu dem Thema habt.“ Maxim guckte Leander verdattert an. Für ihn gehörten Leanders Formulierungen in der Giraffensprache ins Land der Esoterik aber nicht ins Büro. Er wollte  ihm schon ins Wort fallen, ließ ihn aber aussprechen, um nicht den nächsten Streit zu provozieren. „Ich glaube, wir alle hier brauchen Klarheit und Verständnis über die Perspektive des anderen, damit wir zu einer Lösung kommen können. Können wir vielleicht einen Moment innehalten, Bruno in unseren Kreis zurückholen und uns alle an die Hand nehmen? Nur um zu vereinbaren, dass wir alle unsere Sicht auf die Produktidee teilen können? Ganz ohne Beleidigungen und Verletzungen?“</p>
<p>Maxim musste sich beherrschen jetzt nicht selbst einen Klaus Kinski-reifen Auftritt hinzulegen. Er konnte mit der Giraffensprache nichts anfangen. Sie nervte ihn, er wollte lieber Tacheles sprechen. Beziehungsweise wollte er anderen gegenüber Tacheles sprechen und keine großen Widerworte erfahren. Das war für ihn nur Gemecker. Und wer meckert, der ändert nicht. Darum sollten sie auch einfach machen. Er fragte sich, was denn immer wieder nur so schwer daran zu verstehen sei? Trotzdem wusste er, dass er Leander brauchte. Er war sein bester Frontendler. Ohne ihn würde das komplette User Interface im reinen Chaos enden. Daher versuchte er das Positive aus Leanders Worten zu ziehen. Mit übertriebenem Verständnis antwortete er: „Das ist eine herausragende Idee, Leander! Ich wollte gerade haargenau das Gleiche sagen. Ich danke dir vielmals für deine Worte! Besser hätte man es gar nicht sagen können. Ich beneide dich darum, wie du es immer wieder schaffst in einfachen Worten den Teamgedanken hochzuhalten. Von daher lasst uns Bruno wieder in unseren Kreis aufnehmen. Wer holt ihn zurück? Mich würde er wohl direkt in den Schwitzkasten nehmen, um mir in dieser Position jedes Haar einzeln herauszureißen. Darauf würde ich gerne verzichten. Also Kinder, wer setzt sich die Spürnase auf, findet ihn und holt ihn zurück??!“</p>
<p>„Ich würde mich direkt losmachen, aber leider leider muss ich jetzt in einen ganz wichtigen Call mit der DEGOSA“, entgegnete Sales-Agentin Laura wie aus der Pistole geschossen. In ihrem Schlepptau entzogen sich mit dem gleichen fadenscheinigen Argument Felix und Marie der Situation. Maxim schaute auffordernd abwechselnd zu den letzten drei Verbliebenen im Raum.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Sebastian aus dem Backend starrte wie üblich auf seinen Bildschirm. Maxim dachte, dass er an dieser Abwehrhaltung selbst mit der Bitte abprallen würde, ein Hundewelpen aus einem Haus zu retten, das gerade erst anfängt zu brennen. Natürlich wäre es in einer solchen Situation Maxims Wunsch das Hundewelpen zu retten und nicht direkt die aufkeimende Flamme zu ersticken. Er lebte einfach für das Spektakel. Und tatsächlich machte Sebastian keinerlei Anstalten, seinen Blick zu lösen und auf Maxims Bitte zu reagieren. Er starrte weiter.</p>
<p><em>Ob Maxim nun weiterstarrte bis er vor Erschöpfung umfiel oder ob sich doch noch jemand finden ließ, der sich auf die Suche nach Bruno machte und die Wogen glätten konnte, erfährst du im nächsten Kapitel.</em></p></div>
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